Wie agile Führungskultur Transformation fördert

Es kann gelingen, über Meetings eine neue Haltung in Organisationen zu wecken und sie so nachhaltig zu verändern. Es braucht neben neuen Formaten eine neue Haltung zu Führung.

Gleichheit – Führung im Wechsel – Ermutigung
Auf dem See versammeln sich Grau- und Kanadagänse. Sie üben. Sie üben den kollektiven Start aus dem Wasser, sie üben das Formationsfliegen für Ihre Reise in den Süden: Die erste Gans schlägt mit den Flügeln und ruft auffordernd, die nächsten tun es ihr gleich – eine ganze Weile großes Gezeter. Sie ermutigen sich gegenseitig bis alle ohrenbetäubend krakeelen. Schließlich heben sich die schweren Vögel aus dem Wasser und… sie fliegen leicht, elegant und ungeheuer wendig!

Eine fliegt vornweg während von hinten aufmunternde Rufe kommen. Sie üben auch den Führungswechsel. Die Leitgans fällt zurück, eine andere übernimmt die Spitze. Auch sie kennt den Weg. Alle kennen ihn! Es gibt keine dauerhafte Führung: Manchmal tauscht eine kleine Gruppe in die Führungsspitze, die vordersten ordnen sich weiter hinten ein. Zeitweilig entsteht dabei eine Art Doppelspitze. Und wenn eine Gans abstürzt, sorgen zwei dafür, dass sie zu dritt hoffentlich wieder andocken. Instinktiv wissen alle: nur gemeinsam können sie Höhen von über 5000 Metern und Entfernungen bis nach Afrika schaffen. Und nur mit der Führungs-Kraft einer jeden und nur mit Ermutigung.

So führen, dass andere folgen war gestern
Zum Thema Führung haben die Graugänse das Wesentliche über agiles führen gesagt. In jeder Art von Business verlangen mega Umwälzungen mittlerweile von allen Mitarbeitern das was ich „Führungs-Kraft“ nenne: es wird die Fähigkeit verlangt, Entscheidungen auf Basis des eigenen und kollektiven Wissens (und Weisheit) zu treffen – einfach damit die Arbeit erledigt wird. Das setzt Klarheit über Sinn, Werte und Richtung bei allen voraus. Dafür die Voraussetzung und die Möglichkeiten zu schaffen und zu ermutigen – das ist die neue Führungsaufgabe. Dies ist eine entscheidende Veränderung gegenüber früher, als es darum ging, dass Menschen bestmöglich folgen können. Und es ist eine transformative Aufgabe.

Mit Meetings Unternehmenskultur verändern
Ein effektiver Hebel für Transformation sind Besprechungen – ob nun Kick-off Veranstaltung, das Montagsmeeting, Workshops oder Aufsichtsratssitzungen… Und zwar: Nutzen Sie Besprechungsformate, die nicht nur variantenreicher und mit mehr Freiheit für aktuell relevante wie auch grundsätzliche Topics sind, sondern radikal anders. Bewirken Sie, dass die Art des Gedankenaustausches sich ändert. Fördern Sie eigenständiges Denken. Geben Sie methodisch Raum für Reflexion und sorgen Sie für echte Begegnungen, für Offenheit und die Bereitschaft in Ruhe hinzuhören. So bewirken Sie neben innovative Lösungen und Verantwortungsbereitschaft auch Transformation. So werden viele Samen gesät die aufgehen. Seedings statt Meetings. Das gelingt Ihnen über spezielle Verfahren und Tools.

Am schönen Dieksee können Sie das Säen lernen. Besprechungen und Workshops radikal anders zu gestalten: Sie lernen welche Tools helfen und welche Vorbereitungen für die jeweilige Sitzungen relevant sind und Sie erkennen, welche Haltung es braucht: „MIT MEETINGS UNTERNEHMEN VERÄNDERN“ – Holistische Moderation Die Ausbildung ermöglicht, in die oben beschriebene neue Führungsaufgabe Vertrauen zu gewinnen, weil sie erleben, dass diese Art Meetings zu führen, praktikabel ist. Sie erhalten ein Verfahren mit einfachen Tools, die situativ und pragmatisch handhabbar sind. Sie werden erleben, dass sich der Erfolg für innovative Vorhaben einstellt!

Vorab schon mal vier Tipps

Der Einstieg – Vertrauensaufbau und Präsenz: Es sollte ein Einstieg gewählt werden, der direkt zum Thema führt und Raum für eigene Sichtweisen und Emotionen gibt. Etablieren Sie hier gleich das Prinzip der Augenhöhe.

Unterscheidung von AM- und IM-System: Bei „Am-System-Fragen“ werden Arbeitsweisen, Strategien, Verhaltensmuster reflektiert oder geeignete Strukturen erkundet. Operative Im-System-Themen könnten oft viel schneller abgearbeitet werden, z.B. mit SCRUM oder ähnlichen entscheidungsstarken agilen Methoden. Am-System-Fragen verlangen ein Setting mit Raum für Reflexion.

Neue Haltung gewinnen: Reflexion, das Nachdenken über das eigene Denken und Handeln ist keine Zeit- und Geldverschwendung. Managerqualität zeigt sich nicht darin, dass auf alles eine Antwort da ist, sondern dass weiterführende Fragen erlaubt sind. Lernen Sie zu vertrauen und eine gemeinsame Lösung zu finden.

Der Kreis – Das Prinzip der Gleichheit: Finden Sie sich gleich zu Beginn im Kreis zusammen. Die gleichberechtigte Position aller weckt Verantwortung. Die Offenheit führt zur gegenseitigen Unterstützung. Es wird weniger vertuscht.
Und noch zwei Empfehlungen:

1. Zeit geben: um Wissen zu vernetzen, zu verdichten und tragfähigen Konsens zu gewinnen. Sie bekommen sie zurück dank weniger Fehleinschätzungen, Missverständnisse und mehr Konsens… Es entsteht Qualität

2. Wagen Sie Diversität: Unterschiedliche Interessen sorgen dafür, dass verschiedene Perspektiven zu einem deutlich weitsichtigeren, bestandsfähigem Ergebnis führen.

 

Zwei Workshops am Dieksee:

MIT MEETINGS UNTERNEHMEN VERÄNDERN Holistische Moderation (WPPF) – Advanced Modul 2 Genuine Contact™ Program / 8.- 10. Dezember – Das Kürzel WPPF steht für Whole Person Process Facilitation. Die 3 Tage werden ergänzt mit Elementen aus den Ansätzen von „Thinking Environment“ und „Circle“. Melden Sie sich bald an, es gibt nur wenige freie Plätze.

VISIONSENTWICKLUNG (IHB) – Was gibt Ihrem Leben Sinn? Welche Kraft leitet und führt Sie? Wo wollen Sie mittelfristig hin und wie wollen Sie sich 2020 ausrichten? Achtung: Wegen Nachfrage Zusatztermin Ende 2019/Anfang 2020: der finale Termin ist noch offen und wird gemeinsam gedoodelt. Begrenzt auf 4 Personen!

Seien Sie dabei und profitieren Sie von vielen Praxisbeispielen und dem wunderschönen Dieksee!

Tschüss und auf Wiedersehen auf meinem nächsten „Waldspaziergang“. Oder kommen Sie doch mal mit!

Herzlichst

Birgit Rocholl